Im Zug

Im Zug

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00:00:03: Willkommen zu im Zug, ihrem Podcast

00:00:05: von Hitachi Ray.

00:00:07: Erleben Sie mit

00:00:08: uns

00:00:08: wie die Bahn

00:00:09: unsere Gesellschaft nachhaltig bewegt.

00:00:13: Achtung!

00:00:15: Bitte alle einsteigen.

00:00:27: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von im Zug.

00:00:31: Einige verbinden die Bahnbranche noch immer mit Hartnäckchen Klischees altmodisch verstaubt wenig innovativ.

00:00:39: aber genau mit diesen Klischeen räumen meine heutigen Gäste auf.

00:00:43: Heute sprechen wir mit unseren Auszubildenden und dualstudierenden Colin Weißschuh, Moritz Müller und Carlos Locas Silva.

00:00:51: Sie uns erklären warum es eigentlich gar richtig cool ist in der Bahnindustrie zu arbeiten.

00:00:56: Sie zeigen wie modern und sind stiften ihre Arbeit tatsächliches Hallo ihr drei!

00:01:01: Schön dass ihr heute da seid.

00:01:04: Vielen Dank Danke für

00:01:05: die Einladung

00:01:06: Sehr gerne.

00:01:08: dann stelle ich doch einfach mal kurz vor.

00:01:09: Also wer seid ihr?

00:01:11: Welchen Ausbildungsberuf macht ihr?

00:01:12: oder auch welchen Studiengang?

00:01:13: Carlos, willst du anfangen?

00:01:15: Gerne doch!

00:01:15: Ich bin Carlos, studiere Elektrotechnik und Informationstechnik.

00:01:20: Ich bin Moritz, ich studiere dieselben und vielleicht noch dazu wenn man Elektrothek mit Schwerpunkt Elektronik also wirklich Hardware Design.

00:01:29: Ich heiß Colin, bin siebzehn Jahre alt und mache die Ausbildung zum Fachinformatiker für System Integration.

00:01:35: Warum habt ihr euch denn genau dafür entschieden?

00:01:38: Tatsächlich war schon immer Technik begeistert und ich habe eigentlich angefangen im Studium, was er mechanischen Hintergrund hatte.

00:01:46: Und da hab' ich so ein bisschen entdeckt dass Mechanik relativ weit geht aber um so einem Gerät tatsächlich Leben einzuhaufen man einfach die Elektrotechnik braucht.

00:01:56: also ohne die Elektro-Technik kann kein Gerät leben.

00:02:01: Ja also dem kann ich mich nur anschließen.

00:02:04: Viele programmieren immer irgendwas in ihrer Freizeit.

00:02:06: Aber was ist dann im Ende, wenn es kein Hardware gibt und das Programm drauf läuft?

00:02:11: Was bringt der Microcontroller, wenn da keine LED angeschlossen ist, die irgendwie net leuchtet oder sonst irgendetwas?

00:02:17: Deshalb das verbindende Glied zwischen der Realität und dem Code, den man schreibt, ist die Elektrotechnik.

00:02:24: Colin wie war's bei dir?

00:02:26: Also bei mir kamen die Idee eher so ein bisschen durch die Kombination von Interesse zur Bahn und auch durch die Interesse in der IT.

00:02:34: Genau, du sprichst es gerade schon an so das Interesse an der Bahn.

00:02:37: Ihr hättet euch ja für jede Branche eigentlich entscheiden können.

00:02:41: Deswegen vielleicht auch die Frage was hat euch denn dazu bewegt eine Ausbildung oder eben ein duales Studium?

00:02:45: Gerade in der Bahnindustrie zu starten?

00:02:49: Genau da würde ich einfach mal anfangen.

00:02:51: also ich interesse mich schon seit Kindestagen für die Bahnen habe mich damals als ich klein war ganz begeistert mein ersten Zug Simulator auf dem PC gespielt und da ist praktisch so die Liebe zur Bahn entstanden.

00:03:04: Und dann habe ich mich halt gefragt, kann man das auch noch realistischer machen?

00:03:08: Habe mich in die ganzen Regelwerke eingelesen und bin dann immer tiefer in die Materie praktisch eingestiegen.

00:03:14: Bin dann vielleicht auch mal in andere Länder gegangen zum Beispiel Frankreich und hab dann gesehen dort läuft ja alles ganz anders.

00:03:20: Dort hat man ganz andere Systeme und habe mich da auch ins Regelwerk eingeleset.

00:03:25: entwickelt man dann immer mehr das Interesse.

00:03:27: oder zum Beispiel, man kommt nach London und fragt sich wie kann ein U-Bahnsystem mit einem Takt von unter neunzig Sekunden operieren?

00:03:35: Da muss es ja auch spezielle Systeme geben die das ermöglichen.

00:03:38: Und so habe ich mich halt in unterschiedlichste Themenbereiche eingelesen und dachte da könnte man auch noch was beruflich draus machen aus dem Freizeitinteresse und hab' dann eben mich umgeschaut.

00:03:48: Also wirklich schon seit Tag eins eigentlich Bahnfan.

00:03:51: Und ich habe gesehen, gerade bei dir beim PC-Simulat habt ihr beiden direkt gelacht, Nuritz und Kaders war das für euch ähnlich?

00:03:59: Also Bahnfan seid Tag Eins und euch war klar in die Bahnfrosche.

00:04:03: da muss ich hin.

00:04:05: also sei Tag Eins nicht.

00:04:06: Ich hatte zwar auch eine Modellbahn als Kind aber die steht schon lange im Keller.

00:04:11: Bei mir kam es witzigerweise erst später war nach Corona mal in der Führung im Stellwerk über die Volkshochschule.

00:04:20: Also eigentlich ganz von hinten auf und da gab es seine Führungen am Stellwerk, am Hauptbahnhof hier in Stuttgart also erst oben im Betrieb zu sehen wie wird das bedient?

00:04:32: was steckt eigentlich dahinter dass ein Zug überhaupt pünktlich abfahren kann?

00:04:35: Dass das Signal auf Fahrt kommt dann grün wird.

00:04:37: Ich dachte, dass ich auch ein technisches Interesse habe.

00:04:42: Da hab' ich dann nachgefragt.

00:04:42: Der ist ja schön jetzt zu sehen wie man das bedient.

00:04:45: aber was passiert dahinter?

00:04:47: Was passiert hinter dieser großen Stelltafel die da steht?

00:04:50: und da hatte ich dann das Glück, dass sich einen ganz netten FitSex-Leiter gefunden hat der mir direkt gesagt hat Ja wende dich mal hier an den und denen.

00:04:58: Und so kam mich dazu Dass ich bei der LST also der Leit- und Sicherungstechnik mit den Technikern malen Tag dazukommen konnte.

00:05:05: und So hintet die Kulissen spickeln was alles dazugehört in einem schönen alten Relierstellwerk, wie das jetzt im Stuttgart am Hauptbahnhof steht.

00:05:13: Und war dann sehr fasziniert, wie alles klappert und man sieht ja direkt wenn was passiert ist es so richtig Technik zum Anfassen.

00:05:21: Das hat mich irgendwie nicht losgelassen und dann habe ich ausgefunden die Firma, die das alles hergestellt hat und auch heute noch supportet ist in Ditzingen da nicht zu weit weg.

00:05:30: und mit dem Technikinteresse kombiniert bin ich dann hier gelandet.

00:05:35: Bei mir war es tatsächlich etwas ferner.

00:05:37: Ich war immer schon technisch begeistert, mein Onkel hat mich damals an klassische Eisenbahnen-Liebe so ein bisschen eingeführt aber ich war mehr einfach fasziniert von der allgemeinen Technik und Entwicklung.

00:05:48: Und als ich dann die Chance gesehen habe dass klar wirtschaftlich sich sehr viel mobilisiert in Richtung der Bahn und nun mal viele Innovationen hier gebraucht wird und junge Leute gebrauchten werden, hab' ich die Industrie entdeckt und wurde da übel.

00:06:01: wenn man hier anfängt zu arbeiten und so einen Arztkollegen wie Moritz Da fängt man mal an mit der Faszination dazu.

00:06:08: Das heißt, wir können festhalten schön wenn man Bahnen begeistert und mitnimmt aber die muss man nicht von Tag eins haben.

00:06:13: Die kommt dann auch mit der Zeit, wenn man... Also mein Lerns lieben.

00:06:16: Auf jeden Fall!

00:06:18: Sehr cool.

00:06:19: Dann auch mal eine Frage uns war jetzt halt ja schon im Balli da.

00:06:22: gab es denn irgendwelche Vorstellungen in die ihr davor hattet?

00:06:25: Und dir euch jetzt ein bisschen überraschen?

00:06:29: Ja also ich hatte tatsächlich nicht so einen unglaublichen Einblick in die Bahnindustrie einfach.

00:06:36: Und schon das erste Mal, wo ich mit Moritz die Chance hatte mir so ein RSTV anzuschauen oder das erste mal die Chance hat ihn zum Stellwerk zu stehen da merkt man erst was für einen Ausmaß an Technik es ist und das hat mich schon sehr überrascht wie vieles braucht um einen sicheren Bahnverkehr einfach.

00:06:54: Wie war

00:06:55: das bei euch beiden?

00:06:57: Also ich würde mal anfangen Ich habe mich ja schon immer ein bisschen mit der Bahnindustrie beschäftigt und wusste deswegen auch schon grob so wie so Bahntechnik im Grunde funktioniert.

00:07:06: Aber man ist trotzdem immer noch beeindruckt, wenn man sieht, wie viele unterschiedliche Abteilungen, wie viel unterschiedliches System es gibt, weil auch obwohl ich mich solange damit beschäftigt hat, man findet immer noch neue Sachen die man vorher nur nicht kannte und das auch immer wieder spannend.

00:07:21: Also wie komplexes das System tatsächlich ist?

00:07:24: Ja

00:07:24: definitiv!

00:07:27: Ja, dem kann nämlich anschließen.

00:07:28: Ich habe ja auch vor dem Studium schon so ein bisschen da gesehen mit den... Also was gehörte zu?

00:07:33: Man stellt nicht einfach so einen Schalter um und dann geht ein Signal auf Grün.

00:07:36: also dass es komplex ist war mir schon bewusst.

00:07:38: aber was für ein Regelwerk am Ende dahinter steckt das alles sicherheitstechnisch richtig ist und vor dem Eisenbahnbundesamt Bestand hat wenn da irgendeine Schaltung aufm Tisch liegt Das so viel dazugehört deshalb mich dann nicht erwartet.

00:07:53: Wie sieht denn da jetzt bei euch so ein ganz typischer Alltag aus?

00:07:57: Oder vielleicht auch, je nachdem was ihr zu erzählen habt.

00:08:00: Wie sieht man so einen ganz untypischen Alltag von euch aus?

00:08:02: Wenn es mal ein bisschen chaotisch wird zum Beispiel, können wir zu grad

00:08:06: mal anfangen?

00:08:06: Ja also in so einem typischen Arbeitstag, wie uns das beschreibt ist eigentlich gar nicht so einfach weil wir der hier... die Projektbasierter Ausbildung haben, das heißt wir gehen in Abteilung und kümmern uns dort um Projekte in unterschiedliche Richtungen.

00:08:19: Ob es jetzt der Netzwerkbereich oder eben der Bahnbereich oder auch die Softwareentwicklung ist da gibt's unterschiedliche Bereiche Aber es ist immer abwechslungsreich und an manchen Tagen hat man auch was Besonderes, wie zum Beispiel konnte ich von ein paar Tagen im Show nebenan eine Führung für Praktikanten machen.

00:08:38: Und das dann immer wieder etwas Besondereres.

00:08:40: da kann man ja dann auch den Praktikantern den Fahrsimulator bei uns zeigen Und wenn man dann die Begeisterung sieht, bei den Publikanten ist es immer wieder schön.

00:08:49: Genau also im Showroom ist unsere Technik ausgestellt.

00:08:51: für alle Zuhörende nochmal kurz zum Kontext.

00:08:54: Es war total schön dass du das schon in der Ausbildung auch machen kannst und darfst.

00:08:58: Jetzt weiß ich, dass ihr in der Ausbildung auch ein ganz spannendes Projekt habt.

00:09:02: Willst du davon mal

00:09:04: berichten?

00:09:04: Wir haben unser Young Innovations Team des PAI.

00:09:08: Das nennt sich steht für Process Automation Innovations eigene Abteilung, die von Azubis gegründet worden ist und die eben dazu dient für andere Abteilungen, Automatisierungsthemen praktisch auszulagern.

00:09:22: Und wir können diese dann übernehmen um indem wir z.B.

00:09:26: die Microsoft Power Platform benutzen oder auch Skripte schreiben um so die Abteilungs- von repetitiven Aufgaben praktisch zu entlasten und dass sich die Kollegen dann auf wichtigere Sachen konzentrieren können.

00:09:40: und das sind wir aktuell immer noch in der Aufbaufase, aber wir haben ja schon immer konkrete Planungen.

00:09:49: Das heißt ihr in der Ausbildung... Ihr lernt es teilweise nicht einfach aus dem Lehrbuch sondern ihr treibt da wirklich Sinnstiften der Arbeit die direkt im Arbeitsalltag unterstützen schon eingesetzt wird richtig?

00:09:59: Genau!

00:10:00: Das ist das Schöne daran dass man aussieht, dass die Projekte eben nicht nur in der Vitrine verstauben und man nicht nur irgendwas baut was danach überhaupt keinen Wert hat, sondern man sieht wirklich, wann kann etwas erreichen?

00:10:12: Man schafft was, was auch nachher wirklich sinnvoll für den Betrieb ist und man sieht das es auch nach her vielleicht sogar gerne genutzt wird von den Kollegen.

00:10:20: Und das ist einfach eine tolle Sache.

00:10:22: Ja

00:10:22: sehr schön!

00:10:23: Danke Colin.

00:10:24: Carlos und Moritz wie ist denn das im dualen Studium?

00:10:27: Wir sind bei euch ein typischer beziehungsweise auch untypischer Arbeitsalltag

00:10:30: aus.

00:10:31: Also das ist relativ ähnlich tatsächlich wie bei Colin.

00:10:34: Bloß haben wir jetzt die Chance gehabt, einfach weil unser Projekt einen relativ großen Ausmaß hat, haben uns entschieden das gemeinsam anzugehen und Moritz kann gerne erzählen was wir da behandeln?

00:10:45: Wir entwickeln gerade ein Messgerät es gibt den ESCWs also elektronischen Stellwerken, Karten für Ein- und Ausgabe Und sie haben Altungsprozesse

00:10:54: d.h.,

00:10:54: die werden älter und wir entwickeln jetzt ein Mess Gerät wie man einfach ermitteln kann wie gut die Karte noch ist.

00:11:01: Und das hat uns dann doch auch von Größe und Herausforderungen teilweise gestellt.

00:11:07: So gerade für untypische Tage, wenn man dann irgendwie im Labor verbringt ... Man sich vorüberlegt, es könnte so und so funktionieren.

00:11:14: Und sieht dann aber das funktioniert alles dann doch nicht ganz so wie man sich das denkt?

00:11:17: Da ist noch ein Problem hinter dem Problem als ein Superproblem quasi!

00:11:22: Es ist dann doch immer überraschend.

00:11:23: also ein guter Tag ist tatsächlich wenn wir unsere To-do List haben.

00:11:26: Wir hauen die Themen durch und es klappt alles.

00:11:29: Das sind seltene Tage Aber wenn wir diese Tage haben Also dann Die Euphorie die man da verspürt Die ist schon einmalig.

00:11:37: Ich

00:11:37: bin faszinierend, dass ihr schon so tief in den Themen drin seid!

00:11:41: Eigentlich wollte ich euch als nächstes fragen ob schon Momente gab die euch richtig stolz gemacht haben.

00:11:46: aber wenn ich euch in die Gesichter gucke dann habt ihr gerade alle drei von Momenten erzählt und wollt ihr noch was hinzufügen?

00:11:51: Also sehr spezifisch wir haben sehr lange damit gekämpft gehabt mit einem Konzept um diese Jahrkarte über die wir gesprochen haben zum Laufen zu kriegen einfach als eigenes Konstrukt ohne das Stellwerk im Hintergrund Und da haben wir uns relativ viel den Kopf über zerbrochen, wie wir das umsetzen als wir das angesteckt haben.

00:12:10: und da haben wirklich was waren das?

00:12:11: vier LEDs geleuchtet.

00:12:13: Haben uns gefreut also wie kleine Kinder vor Weihnachten!

00:12:15: Also das war... Da waren wir schon sehr stolz drauf würde ich sagen

00:12:19: Vor allem wenn dann andere Leute kommen, was habt ihr geschafft?

00:12:21: Und es eingesteckt.

00:12:22: Da blinken dann zwei MEDs und andere zwei Leuchten und die verstehen gar nicht, was da eigentlich zugehört ist der Karte vorzugaukeln sie sei in einem aktuellen Stellwerk und das würde alles normal sein.

00:12:33: und wenn man da wochenlang überlegt und steckt das Ding ein und es tut einfach

00:12:38: Jetzt habt ihr schon für eure Messgerät erzählt.

00:12:40: Hattet ihr noch schon etwas entwickelt, was tatsächlich im Einsatz

00:12:43: ist mehr oder weniger.

00:12:45: Also ich habe einen Betriebsartenstecker entwickelt, da muss man vielleicht ein bisschen was sagen dazu.

00:12:51: es gibt hier im Haus ein Schulungsstellwerk also das ist ein komplettes Stellwerk wie es auch draußen wäre nur ohne den Bahnhof dass wir daran lernen kann.

00:13:01: und da war es bisher so dass die Weichen sich direkt umgestellt haben in halben Sekunden und draußen brauchen sie aber sieben acht Sekunden um zu laufen und ich hab dann einen Stecker entwickelt dem einfach drauf stecken kann eine Relaisgruppe Und sie braucht anschließend dann einstellbar zwischen null und zehn Sekunden zu umstellen.

00:13:18: Da waren die alle ganz happy, haben den jetzt im Labor eingebaut.

00:13:23: Ich finde es wirklich spannend dass sie tatsächlich einfach im dualen Studio und in der Ausbildung schon Sachen erarbeitet, die einfach wirklich im Einsatz sind oder wirklich... einen riesen Mehrwert haben und nicht nur für das Papier oder wie du vorhin gesagt hast, für die Vitrine.

00:13:37: Das ist sich schon als eine Besonderheit bei uns.

00:13:41: Auf jeden Fall auch wenn man jetzt zur Hochschule mal mit anderen Kollegen redet dass die meistens auch tolle Projekte haben irgendwann Roboter programmieren und so aber das nie was ist was wirklich in der Firmarschaft und Einsatz findet.

00:13:53: Es sind eher so wirkliche Lehrprojekte ... Alltagsleben mit.

00:13:59: Das

00:14:00: ist auch, glaube ich wirklich was einzigartiges bei Yatatschi.

00:14:02: Also für Leute die das nicht wissen... ... dass man sich selber seine Projekte einfach aussuchen kann also die Chance dazu hat,... ... weil so kann man sich halt wirklich etwas auszunehmen auf was man Lust hat und kann auch an etwas arbeiten wo man engagiert ist.

00:14:15: Und kommt auch in der Firma rum?

00:14:17: Ja.

00:14:18: Wenn es nicht nur eine Ausbildungsabteilung sondern wenn man Interesse für ein Thema hat wirklich in eine andere Abteilung gehen sieht das anschauen.

00:14:25: Also wie viele Leute ich inzwischen schon kennengelernt habe im Unternehmen Und ich bin gerade mal eineinhalb Jahre hier.

00:14:31: Das ist schon unglaublich!

00:14:33: Das ist auch bei uns besonders, zum Beispiel in der Ausbildung haben wir eine Modellbahn die mit realer Stellwerksoftware gesteuert wird und das finde ich auch cool dass wir hier Zugang zu solchen Sachen bekommen weil es auch nicht selbstverständlich dass man dann eine Kopie von der Software bekommt und damit praktisch eine Modelle betreiben kann und dass man solche Möglichkeiten bekommt ist einfach toll.

00:14:54: Sie

00:14:55: sind einfach ein super Ausbildungsbetrieb.

00:15:00: Ja, ich glaube wir haben genug Eigenwährung gemacht.

00:15:02: jetzt vielleicht noch mal zurück zur Bahnindustrie allgemein.

00:15:06: was würdet ihr sagen?

00:15:08: ist die Branche vielleicht moderner als viele denken?

00:15:12: Also ich würde schon sagen dass die Bahnbranche eine sehr moderne Branche ist.

00:15:15: klar es kommt immer darauf an Wo man die Bahnbranche sieht, also es gibt Strecken wo noch hundert Jahre alte Technik verwendet wird.

00:15:23: Wenn man das zieht da könnte man natürlich meinen ist vielleicht eine veraltete Branche.

00:15:27: aber wenn man sieht was zum Beispiel jetzt für den digitalen Knoten Stuttgart für neue digitale Techniken aufgewendet werden Da sieht man erst mal wie viel moderne Technik dahinter steckt.

00:15:38: und ich glaube dass des Eichen sehr großes Klischee ist, dass die Bahn Branche veraltet ist und dass das nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun hat.

00:15:46: Ich seh hier zustimmende Snicken auf eurer Seite.

00:15:50: Ja, und vielleicht auch noch so ein bisschen aufzureimen damit das alles altmodisch sei... Also es ist einen stark belasteten Begriff natürlich.

00:16:00: aber altmodig heißt ja nicht nur dass es irgendwie Ewigkeiten da schon ist sondern spricht er auch irgendwie dafür für Langlebigkeit Robustheit lange in Betrieb sein kann und immer noch sicher funktioniert.

00:16:13: Also Colin hat ja auch von hundert Jahre alten Stellwerk gesprochen, die sind meistens noch mechanisch und die Sicherheit ist trotzdem gewährleistet.

00:16:20: oder jetzt am Hauptbahnhof ein Relais-Stellwerk.

00:16:24: das wird jetzt nächstes Jahr fünftig Jahre alt und es läuft auch sicher und zeigt doch irgendwie wie nachhaltig unsere Technik auch ist und dass wir wirklich über lange Strecken nicht nur Eisenbahnstrecken sondern auch zeitliche Strecken die Technik draußen haben.

00:16:39: Welche Rolle spielt der Nachhaltigkeit für euch in der Berufswahl?

00:16:42: Also war das damals ein Thema, als ihr euch hier die Bahnindustrie entschieden habt?

00:16:46: Ich würde sagen es ist allgemein ein Thema einfach in unserer Generation.

00:16:50: Dass man sich ein bisschen mehr Gedanken macht über die Nachhaltlichkeit und die Zukunft.

00:16:54: Gewisse Themen rutschen halt immer näher wo man sich einfach mal zweimal drüber den Kopf zerbricht okay Nehme ich jetzt doch lieber mal die Bahn, um statt des Autos einfach meinen CO-Zweihabdruck ein bisschen zu verringern.

00:17:06: Und da ist es natürlich genial wenn man gerade in der Branche ist, die andere Leute mit dazu anregt seinen CO-zwei Fußabdrucks zu verrichten und nachhaltiger zumindesten sich vorzubewegen.

00:17:17: Was sagen eure Freunde über ihre Arbeit?

00:17:20: Finden sie das genau so cool?

00:17:23: Na ja was man sehr oft hört sind solche Platitudes wie Ja dann mach doch mal dass die pünktlich sind.

00:17:32: Also ich denke, das hat jeder von uns schon mal irgendwie gehört und da muss man dann immer so ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten um zu sagen es ist nicht ganz so einfach wie sich alle das vorstellen macht.

00:17:41: Dass jetzt man sich in den Zug gibt Gas und der fährt sondern dass da viel dahinter steckt und vor allem auch viel notwendig ist, dass das System so sicher funktioniert wie das ist.

00:17:50: also je nachdem welcher Statistik man Glauben schenkt sind wir ja sogar auf die Fahrzeit gerechnet sicherer als das Flugzeug.

00:18:00: Jetzt ist euer Insider-Wissen noch mal gefragt.

00:18:02: Gibt es was, dass man erst versteht wie ein Teil der Bahnwelt

00:18:06: ist?

00:18:06: Das würde ich definitiv sagen.

00:18:08: gerade das was Moritz auch schon angesprochen hat, dass eben nicht alles so schnell geht wie man sich das wenn man im Zug sitzt manchmal vorstellt und man denkt warum fällt jetzt der Lokführer so langsam.

00:18:18: Es ist nicht der Grund weil er einfach keine Lust hat zum Gas geben.

00:18:21: da hängen viele sicherheitsrelevante Dinge zusammen.

00:18:27: überprüfen und die Data hinterstehen, sichern in dem Fall uns die Fahrgäste dann in dem fall ab.

00:18:33: Und da ist es halt wichtig dass diese Systeme funktionieren.

00:18:37: und dadurch das man in diesem Fall langsamer fährt ist es auch ein Beweis dass die Systeme funktioniert.

00:18:42: aber wenn man im Zug sitzt denkt man sich halt meistens warum geht's jetzt nicht schneller?

00:18:47: Aber wenn man dann bisschen in der Bahnbranche tätig ist merkt man eigentlich ist es in gewisser Weise die Lebensversicherung

00:18:55: Vielleicht gerade zu der Lebensversicherung auch noch das auch angesprochen, dadurch dass man so langsam fährt funktioniert es überhaupt erst.

00:19:01: Also diese Erkenntnis eigentlich ist der Zustand immer erst fährt überhaupt gar nichts und nur wenn was funktioniert kann man überhaupt erst den ersten Meter sich fort bewegen also dieses dieser Rückfallebene zur Sicherheit Dass alles immer sicher ist wenn's steht oder die Signale rot sind.

00:19:21: Das war auch so eine Erkenntnis, wir haben immer einen sicheren Grundzustand und erst wenn alles passt kann sie überhaupt nur in einem Millimeter was bewegen.

00:19:28: Und wenn ihr jetzt in die Zukunft schaut welche Veränderungen oder Entwicklungen wünscht ihr euch denn

00:19:34: für die Branche?

00:19:35: Ich würde sagen dass ein bisschen mehr Liebe und Wartung in unsere Gerätschaften reingeht, die wir nun mal in die Welt tragen weil besonders wenn man sieht einfach wie viel Leidenschaft und Herzblut da teilweise sind den Ding stecken, mit dem wir alltäglich zu arbeiten haben.

00:19:50: So rein dieser ER-Karte wie viel Gedanken und Hirnschmalzereien ist damit das Ding überhaupt entwickelt wurde.

00:19:57: Das einfach ... ... des Signales derzeitiges Gut von der Gesellschaft dass wir mehr investieren müssen in die öffentlichen Verkehrsmittel... Und jetzt wenn wir es noch schaffen unsere Gerätschaft ein bisschen mehr zu hegen und pflegen damit weniger Signalausfälle entstehen also immer auf einem guten Weg.

00:20:15: Da hätte ich auch einen wichtigen Punkt der Bürokratieabbau.

00:20:19: Das ist auch ein Thema, dass man zum Beispiel heute wenn man irgendein Bauprojekt anstößt teilweise es nicht mal mehr an stößt weil das zu lange dauert.

00:20:28: ein Beispiel Wenn man heutzutage sich entschließen würde in der Stadt eine U-Bahnlinie zu bauen würde man sagen bis das dauert mindestens dreißig Jahre, bis die U-Bahnlinie dann tatsächlich in Betrieb ist.

00:20:39: Dann lassen wir es eventuell gleich ganz weit, weil es wird eh nicht funktionieren.

00:20:42: und wenn man an dem Punkt ist, dann läuft eigentlich was gravierend schief.

00:20:46: ich kann ein Beispiel hier aus einem Berufsalltag sagen zum Beispiel für die Änderung von einem Logo auf nem Interface vom Stellwerk braucht man schon eine längere Genehmigung vom Eisenbahnbundesamt.

00:21:01: Fragen stellen, ist es notwendig?

00:21:04: Weil dieser ganze Genehmigungsprozess ist schon notwendig und er garantiert die Sicherheit vom Eisenbahnnetz.

00:21:10: Aber er ist nicht immer notwendig.

00:21:12: Und ich hätte dem Ausmaß gegeben.

00:21:14: Definitiv.

00:21:15: Gerade dazu auch mehr Flexibilität in einem System vielleicht auch mehr ein Fokus auf die Technik.

00:21:24: was ist nötig zur Sicherheit und nicht an technisch nötigen um irgendeine Regel zu befriedigen

00:21:30: Definitiv.

00:21:31: Zum Abschluss nochmal eine kleine Schnellrunde, was würdet ihr denn jemandem sagen der gerade vor der Entscheidung steht welchen beruflichen Weg er oder sie einschlagen soll und vielleicht auch überlegt in die Bahnindustrie zu gehen?

00:21:43: Ich meine hier habt Ihr Entscheidungen ja jetzt nicht vor allzu langer Zeit selber getroffen.

00:21:48: Ja also mein Fokuspunkt ist auf jeden Fall Es braucht Leute die Lust haben in Deutschland Innovationen voranzutreiben.

00:21:56: Wir brauchen die Leute in unserem Unternehmen Und das ist ein Unternehmen, das einfach Sicherheit bietet.

00:22:01: Sicherheit als Job aber auch Sicherheit in Form von gesicherter Freundlichkeit in der Abteilung.

00:22:10: Darum kann ich nur jedem empfehlen!

00:22:14: Ja die Bahn hat eine große Zukunft.

00:22:16: es gibt viel Infizitionsbedarf und der Job ist wie Karl schon sagt über längere Zeit sicher Und die Eisenbahnen sind eine große Familie, da macht man gerne gemeinsam was und wer da mal reingeschnubbert hat.

00:22:28: Der geht nicht mehr freiwillig.

00:22:30: Da kann ich mich eigentlich auch nur anschließen wie gesagt das wurde ja schon gesagt mit der Sicherheit.

00:22:34: Das würde ich auf jeden Fall unterschreiben.

00:22:36: und auch die Bahnindustrie.

00:22:38: spätestens wenn man vielleicht einmal ein Monat in der Bahnindustrie tätig ist merkt man auf jeden fall dass es eine superinteressante Branche gibt wenig andere Branchen ob man so viel Abwechslung und soviel Spannung hat bei der Arbeit.

00:22:49: also ich kann's nur empfehlen ...

00:22:51: besser hätte ich es nicht sagen können, dann lasse ich das genauso.

00:22:54: als Abschluss hat's mal stehen.

00:22:56: Vielen Dank euch dran, dass ihr halt so offen und ehrlich eure Einblicke mit mir geteilt habt!

00:23:01: Ihr habt wirklich gezeigt, dass die Bahnindustrie alles andere als altmodisch ist... ...und ich fand auch hier schön wie du gesagt hast, wer in der Bahnindustrie startet, der geht so schnell nicht wieder.

00:23:11: Ich glaube ihr habt ja echt Jobs, die Wirkung haben.

00:23:14: Danke, dass sie da warnt.

00:23:15: Danke an alle auch, die zugehört haben.

00:23:17: und dann bis zur nächsten Folge!

00:23:22: Wir erreichen unseren Zielbahnhof.

00:23:28: Danke fürs

00:23:28: Zuhören!

00:23:29: Begleiten Sie uns auch bei der nächsten Folge von Im Zug, dem Podcast von Hitachi

00:23:34: Rail.

00:23:35: Der zeigt wie die Bahn unsere Zukunft gestaltet.

Über diesen Podcast

Wie sieht die Mobilität von morgen aus? Kann der Zug das Auto langfristig ersetzen? Wird Künstliche Intelligenz den Schienenverkehr nachhaltiger gestalten? Und warum dauert die Modernisierung der Schiene eigentlich so lange?

Bei "Im Zug" von Hitachi Rail in Deutschland nehmen wir dich mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Bahntechnik. Jede Folge widmet sich einer zentralen Frage – prägnant und auf den Punkt. In 10 bis 20 Minuten diskutieren Expertinnen und Experten aus unserem Haus, aus der Branche und darüber hinaus über spannende Mobilitätsfragen unserer Zeit.

Steig ein und entdecke neue Perspektiven – wir sitzen gemeinsam "Im Zug"!

von und mit Hitachi Rail Deutschland

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