00:00:02: Willkommen zu Im Zug, ihrem Podcast von Hitachi Ray.
00:00:06: Erleben Sie mit uns wie die Bahn unsere Gesellschaft nachhaltig
00:00:10: bewegt.
00:00:14: Achtung!
00:00:15: Bitte alle einsteigen.
00:00:25: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von im Zugbuch.
00:00:28: heute sprechen wir über die Bahnindustrie in Deutschland eine Branche, die viele Menschen im Alltag begleitet auch mich und deren Bedeutung aber oft wenig sichtbar ist.
00:00:38: Gemeinsam wollen wir einen Blick darauf werfen, welche Rolle die Bahnindustrie für die Wirtschaft und Gesellschaft spielt.
00:00:44: Wie innovativ die Branche tatsächlich ist Und wie sie sich im internationalen Wettbewerb positioniert.
00:00:50: Dazu ist heute eine Expertin bei mir Sarah Stark Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Bahnindustrie.
00:00:57: Hallo Sarah schön dass du heute da bist.
00:00:59: Hallo Jeanette
00:01:00: Schön hier zu sein und mit ihr Zug
00:01:02: zu fahren.
00:01:03: Danke schön, dann lass uns auch direkt starten!
00:01:06: Also viele Menschen habe ich ja auch schon gesagt kommt täglich mit der Bahn in Berührung.
00:01:09: aber welche Bedeutung hat denn eigentlich die Bahnindustrie dahinter für Deutschland?
00:01:14: Sie hat eine große Bedeuterung für Deutschland.
00:01:16: wirtschaftlich ist sie stark, sie ist technologisch führend und sie ist vor allem gesellschaftlich relevant.
00:01:23: Wir haben Zum Glück ein Wachstumsmarkt in der Bahnindustrie.
00:01:28: Wir haben im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig wieder einen Umsatzrekord hingelegt mit fünfzehn Komma sechs Milliarden und Im Gegensatz zu früher war dieses wachstum vor allem auch im Inland möglich, weil unter anderem die Bundesregierung wieder mehr Geld in die Infrastruktur investiert Und die infrastruktursparte wächst damit auf vier Komma sieben Milliarden Euro Umsatz in Deutschland weltweit und das ist gut für uns, aber vor allem auch für die Fahrgäste da draußen.
00:02:01: Wirklich beeindruckend von welchen Summen wir da sprechen.
00:02:03: Jetzt hast du gerade schon einen Aspekt angesprochen, aber was sind denn Treiber für dieses
00:02:07: Wachstum?
00:02:09: Ja, wir haben ja versäumt in der Vergangenheit in unsere Eigennetze zu investieren.
00:02:14: Wir haben Investitionsrückstände die wir jetzt versuchen mit dem Sondervermögen der Bundesregierung aufzuholen und damit investieren wir erstmals wieder mehr in unsere Infrastruktur in Deutschland.
00:02:30: Aber die Branche an sich ist auch im Export tätig und die Beschäftigten der Bahnindustrie, das sind siebenundfünfzigtausend Direktbeschäftigte.
00:02:41: Und Indirektbescheftige sind sogar hundertdreizehntausend, die eben für unseren Heimatmarkt, für Europa aber vor allem auch für die ganze Welt produzieren entwickeln und Innovationen in die Welt tragen.
00:02:55: Vierzig Prozent des Umsatzes generieren wir im Ausland.
00:03:00: Was würdest du deinen jungen Menschen mitgeben, die die Bahnindustrie gerade auch als Arbeitgeber gar nicht so auf dem Schirm haben?
00:03:07: Ich würde sagen, guckt sie euch unbedingt an.
00:03:10: Sie ist nämlich wahnsinnig vielseitig.
00:03:13: Vielleicht der ein oder andere hat noch die Tradition im Kopf und die Dampflok aber sie hat ja viel mehr zu bieten.
00:03:18: Sie is ja Hightech, IT, Innovation in so vielen Bereichen Vorreiter Und so vielfältig, dass ich sowohl in der Kommunikation, ich kann IT-mäßig unterwegs sein.
00:03:36: Ich kann Ingenieur sein – auch die Buchhaltung braucht man natürlich auch!
00:03:41: Aber es sind einfach wirklich viele Bereiche, die wichtig sind damit ein Zug nachher fahren kann und damit die Infrastruktur heile bleibt oder aufgebaut ist.
00:03:50: Handwerklich begabte Menschen ebenso wie kognitiv spitzten Leute, aber Vielfalt ist glaube ich das Stichwort was es zusammen fasst.
00:04:00: Das heißt wirtschaftliche Stärke viele Arbeitsplätze.
00:04:03: man könnte fast vermuten wir haben hier eine Leitindustrie.
00:04:05: würdest du denn sagen die Bahnindustrie ist eine Leidindustrie?
00:04:09: Ja vor allem auch die Deutsche
00:04:10: Bahnindustrie is ne Leid Industrie.
00:04:12: Wir haben
00:04:13: ja alle zwei Jahre die weltgrößte
00:04:15: Bahntechnikmesse
00:04:16: in Deutschland Die Innotrans.
00:04:18: Hier kommen die ganze Welt her,
00:04:20: um zu sehen was wir an Innovationen entwickeln und das machen sie nicht einfach so sondern weil wir eben der Kernmarkt sind für Europa und die Welt.
00:04:30: Und diese Spitzenpositionen wollen wir natürlich
00:04:33: auch behalten.
00:04:34: Eine Leitindustrie zeichnet sich ja auch dadurch aus dass sie technologische Entwicklungen vorantreibt.
00:04:41: ist die Bahnindustrie der Innovativ?
00:04:44: Ja wenn wir in die Welt gucken dann entwickeln wir die Leit- und Sicherungstechnik also das ganze Gehirn des Netzes, dass sich ja stellt.
00:04:53: Dass die Züge sicher und ohne Zusammenstöße ankommen.
00:04:57: Das entwickeln wir und haben sowohl unseren Nachbarn-Züge geliefert, die bis zu neunzig Prozent pünktlich fahren als Österreich oder der Schweiz zum Beispiel aber darüber hinaus auch der ganzen Welt.
00:05:10: in Hongkong hat die U-Bahn fast zu hundert Prozent pündig alles mit Technik aus Deutschland und wenn es nicht innovativ ist dann... Was ist es dann?
00:05:18: Schön
00:05:18: gesagt, das klingt wirklich nach Hightech, die funktioniert.
00:05:21: Was
00:05:21: macht denn gerade auch deutsche Bahntechnologie international so erfolgreich?
00:05:26: Wir haben eine lange Tradition.
00:05:28: Wir haben hier über einen Fünfzig Jahre Eisenbahntraditionen.
00:05:33: Wir sind bekannt dafür dass wir nicht nur sichere Technik bauen und vor allem Qualität, sondern dass diese Qualität auch wahnsinnig gut aussieht.
00:05:42: Also wie auch im Design Wert darauf liegen das es schön aussieht und dass der Kunde oder die Kundin sich eben wohl fühlt.
00:05:50: Und wir haben auch schon viel exportiert was natürlich dazu beiträgt dass die Leute wenn sie erfahren wie bequem und pünktlich und sauber man Bahn fahren kann es natürlich auch weiter machen möchte.
00:06:02: Das spricht sich sozusagen rum und wir sind natürlich auch sehr aktiv darin im Export unsere Produkte vorzustellen, wir sind weltweit unterwegs um immer wieder zu zeigen wie kann man beispielsweise ohne Infrastruktur aufwendig auszubauen indem er neue Leit- und Sicherungstechnik einbaut mehr Züge auf dem gleichen Netz fahren lassen?
00:06:25: Und das machen wir!
00:06:26: Wir haben weltweit Ein Run auf die Städte, die Leute ziehen vom Land in die Stadt.
00:06:34: Wir brauchen auf dichten Räumen Massentverkehrsmittel.
00:06:37: Die Leute wollen morgens schnell rein und abends wieder raus.
00:06:42: Dafür brauchen wir Züge denn ZüGE können viele Menschen zur gleichen Zeit aufnehmen und sicher an ihr Ziel bringen.
00:06:50: Und weil dieser Städtewachstum eben noch anhält ist es auch klar dass es unsere Produkte weiterhin braucht für auch vor allem eine klimafreundliche Mobilität, denn wir wollen ja dass die Menschen nachhaltig und emissionsfrei unterwegs sind.
00:07:06: Die Eisenbahn fährt seit hundertfünfzig Jahren elektrisch und wenn wir diesen Strom eben auch erneuerbar erzeugen können wir
00:07:14: emissionsfrei mobil sein.
00:07:16: Ich glaube, das ist wirklich das Ziel als auch einfach moderne Mobilität auf die sich die Menschen langfristig verlassen können.
00:07:22: Das heißt auch nochmal zurück zu der Frage bezüglich deutscher Technik.
00:07:27: Würdest du dann sagen dass Made in Germany wirklich in der Bahntechnik ein Qualitätsmerkmal ist oder ein Qualitetsversprechender?
00:07:34: Eindeutig ja!
00:07:35: Wir könnten... Deutschland auch noch ein bisschen mehr als Schaufenster unserer Innovation nutzen.
00:07:41: Als wir das bisher tun, wir würden natürlich gerne diese neue Technik auch hier einbauen.
00:07:47: Jetzt haben wir einen Bestandsnetz was sehr groß ist komplex und schon sehr sicher und leistungsfähig war.
00:07:57: Aber wir müssen jetzt nochmal neu denken, wie wir denn die große Nachfrage, die wir ja heute auf dem Netz gar nicht mehr befriedigen können.
00:08:06: Wie wir die möglichst günstig und schnell sicherstellen können?
00:08:11: Und deswegen will ja in Europa, will die Europäische Union und wir auch die europäische Leit-und-Sicherungstechnik einbauen.
00:08:18: Das ist das Nachfolgemodell sozusagen von den heutigen.
00:08:24: Und das soll ermöglichen, dass wir eben so Hindernisfrei über Grenzen fragen können wie der LKW.
00:08:32: Das jetzt schon kann.
00:08:33: auf der Schiene ist es leider nicht möglich weil verschiedene Sprachen gesprochen werden und verschiedene sowohl Stromsysteme als auch Sicherungssysteme in Europa verbaut sind.
00:08:45: und mit dem europäischen Sicherungssystem soll eben eine Sprache gefunden werden, und das Fahren über Grenzen erleichtert werden.
00:08:55: Und wir müssen in Deutschland unseren Teil dazu beitragen haben europäisch der Verträge unterschrieben die wir erfüllen müssen sind ein bisschen hinten dran und
00:09:04: wollen jetzt natürlich aufholen.
00:09:06: Und eben diese Technik ermöglicht es dann, mehr Züge auf den gleichen Strecken fahren zu lassen.
00:09:14: Das heißt wir können
00:09:15: ohne
00:09:16: sehr großen Ausbau mehr Angebote schaffen.
00:09:20: Gleichzeitig wissen wir auch die Nachfrage in Deutschland ist sehr hoch und wir müssen auch parallel neben der Modernisierung des Bestandsnetzes ausbauen, um die Bedürfnisse zu erfüllen.
00:09:31: Genau das würde mich auch zu der Frage also unsere Technik wird erfolgreich im Ausland eingesetzt.
00:09:37: was braucht denn jetzt tatsächlich dass Deutschland auch schauf wenn es da seine eigene Innovation werden kann?
00:09:44: Wir brauchen einen Plan wir brauchen langfristige Finanzierungs Sicherheit.
00:09:51: Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, den sogenannten Infraplan aufzustellen.
00:09:56: Das wäre das erste Mal ein Bundesplan, wo wir die Projekte, die wir in den nächsten Jahren umsetzen wollen mit einer Finanzierung hinterlegen und diese Finanzierung dann auch länger gesichert ist als eine Legislaturperiode.
00:10:10: Im Moment haben wir die Herausforderung dass wir einen vier Jahresrhythmen planen aber Infrastrukturen zu errichten, zu modernisieren.
00:10:20: Dauert von der Planung bis zur Umsetzung länger als eine Legislaturperiode und wenn ich zwar den politischen Willen höre das ausgebaut werden soll kann ich mich als wirtschaftliches Unternehmen darauf eben nicht verlassen.
00:10:35: Wir hatten in der Vergangenheit leider ab und an positive Zeichen gesehen die da nicht umgesetzt werden konnten der Klima- und Transformationsfonds.
00:10:48: Und die Mittel, die daraus für den Schienverkehr genutzt werden sollten, kamen nicht.
00:10:53: Haushalte werden jährlich neu im Bundestag beschlossen – das ist auch das gute Recht!
00:11:00: Aber ohne eine langfristige Perspektive über die Legislaturperiode hinaus wird sich ein Unternehmer eben zweimal überlegen, ob er beispielsweise einen Baugerät beschafft, dass zwanzig Millionen kostet um es abzuschreiben oder damit es sich eben rechnet, wofür er die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre die Sicherheit braucht dass auch Projekte angeboten werden wo er die Maschine überhaupt einsetzen kann.
00:11:27: Ich habe dazu tatsächlich den Vergleich gelesen mit dem Hausbau zum Beispiel wer würde sich denn in das Haus kaufen wenn der Zins für nächstes Jahr wieder nicht gesichert ist und er jedes Jahr neu verhandelt werden muss?
00:11:37: ich finde ein total schönes Beispiel an sich weil genau das zeigt ja das Problem oder?
00:11:42: Genau!
00:11:42: Würde man selber dieses Risiko persönlich eingehen?
00:11:45: wahrscheinlich nicht und dazu kommt ja bei dem Bundeshaushalt auch, wenn wir die Mittel, die wir im Haushalt beispielsweise dieses Jahr für die Schiene haben.
00:11:55: Und wir können sie nicht alle ausgeben was in der Vergangenheit mal passiert ist das keine Unlust, die sich da ausdrückt.
00:12:04: Sondern wenn wir Bestandsstrecken umbauen dann können wir uns die Pläne angucken.
00:12:09: aber vor Ort findet man häufig noch andere Sachen beispielsweise Kabel im Boden die man vorher nicht vermutet hat.
00:12:16: das Verzögert Baustellen.
00:12:19: aber auch die richtiger Weise Möglichkeit gegen Projekte klagen zu können kann die Umsetzung verzögern.
00:12:29: Also viele Einflussfaktoren können eine Umsetzung hinauszögern und wenn wir dann eben nicht schaffen, das Geld in einem Haushaltsjahr abzurufen.
00:12:40: Dann ist es weg!
00:12:41: Wir können es im nächsten Jahr nicht wieder verwenden sondern es wird für etwas anderes genutzt.
00:12:47: würde wie beim Verteidigungshaushalt beispielsweise die Möglichkeit bestehen diese nicht genutzten Mittel in das nächste Jahr mitzunehmen so dass sich die Summe der Investitionen aufsummiert und wir sicher sind, wir haben diese Mittel um die Projekte, die wir uns vorgenommen haben auch wirklich umzusetzen.
00:13:07: Wäre das schon mal ein wichtiger Wink an die Branche der zeigt?
00:13:13: Wir stehen dahinter.
00:13:14: Wir haben erkannt, wir müssen unsere Infrastruktur modernisieren.
00:13:16: Wir müssen mehr investieren als wir das in der Vergangenheit taten Und wir werden das auch über die Legislaturperiode absichern.
00:13:24: Dann werden die Unternehmen Personal einstellen, sie werden in innovatives Gerät investieren.
00:13:31: Das dann auf der Baustelle mehr Strecke erneuern kann als beispielsweise per Hand.
00:13:36: und deswegen plädieren wir ja auch als Verband so stark dafür schon seit Jahren dass für diese langfristige Planungssicherheit brauchen wie bei unseren Nachbarländern auch.
00:13:48: Wie setzen das unsere Nachbarnänder konkret um?
00:13:51: Ja, Österreich und die Schweiz machen das schon so.
00:13:54: Die haben auch erkannt dass diese Jahrhundertbauwerke eben langfristig zu planen und zu finanzieren sind.
00:14:03: Österreich hat ein Fünf-Jahresplan der immer wieder angeguckt wird und ein Jahr weiter gedacht wird und das fünfte Jahr, das dann folgen wird nochmal neubütiert wird also längeren Zeitraum schon mal als bei uns.
00:14:21: Die Schweiz hat per Volksentscheid entschieden, was sie in ihre Bahn stecken will, welche Projekte sie ausbauen will und hat bestimmte Finanzierungsinstrumente dafür konstruiert.
00:14:34: beispielsweise wird in der Schweiz die Schwerlastverkehrabgabe also die LKW-Mau zum Teil in die Schiene investiert in den Ausbau Und damit hat man eine Kontinuität oder eine langfristige Planungs- und Finanzierungssicherheit, die der Wirtschaft auch das nötige Zutrauen gibt dass Investitionen in Personal und Geräte sich auch auszahlen wird.
00:15:01: Also wir haben jetzt mehr Planungssicherheit aber welche Maßnahmen können sonst noch helfen?
00:15:05: Im Koalitionsvertrag ist zum Glück der Schienenfonds schon erwähnt, dass wir ein Finanzierungsinstrument in dieser Legislaturperiode umsetzen sollen.
00:15:14: Da kommen wir eben von dem Bundeshaushalt hin zu einem überjährigen Finanzierungsinstrument das uns dann ermöglicht nicht genutzte Mittel im Folgejahr zu nutzen, aber auch sicherstellt dass wir Projekte die wir in fünf bis zehn Jahren umsetzen wollen auch finanziert werden und nicht durch andere politische Prioritäten wieder infrage gestellt
00:15:40: werden.
00:15:41: Okay das heißt mit dem Schienenfall sind wir schon mal ein gutes Stück weiter?
00:15:44: Aber was wird Maßnahmen braucht?
00:15:45: es sind darüber hinaus noch.
00:15:47: Darüber hinaus brauchen wir Meilensteinzahlungen für sowohl die Fahrzeugfinanzierung als auch die Infrastruktur.
00:15:55: In unserer Branche ist es und vor allem besonders in Deutschland, dass Fahrzeuge erst beim Ausliefern bezahlt werden.
00:16:07: Nur Fahrzeugen oder gilt das auch für sanstige Projekte?
00:16:11: Teilweise auch Infrastrukturprojekte, aber da sind die Finanzierungsmechanismen ein bisschen anders.
00:16:16: Wenn wir jetzt also größere Infrastruktur-Projekte finanzieren wollen müssen die privaten Unternehmen in Vorleistung gehen.
00:16:24: um größere Projekte als höheres Finanzvolumen heißt ich muss bei der Bank höhere Kredite mir holen und die vorfinanzieren und die Privatwirtschaft muss höhere Zinsenzahlen als der Staat Und damit werden dann Infrastrukturprojekte einfach teurer oder auch Fahrzeugprojekten.
00:16:46: Diese höheren Zinszahlungen könnten wir uns sparen und da mit dem gespartem Geld eben mehr Projekte finanzieren, deswegen plädieren wir auch im Fahrzeug- und Infrastrukturbereich für eine Meilensteinsahlung.
00:17:01: zu Beginn ein Teil bei bestimmten Meilensteilebenezahlungen und dann beim Ende, beim Vollenden wieder.
00:17:09: Früher gab es eine Dreißig-Reißigzehn-Regelung und wir werben sehr stark dafür das wieder einzuführen.
00:17:16: denn besonders auch mittelständische Unternehmen dürfen aufgrund bestimmter Finanzregelungen, dürfen Banken ihnen nur ein begrenztes Kreditvolumen... geben.
00:17:28: und wenn ich aber möchte, dass diese Hidden Champions mir die Fahrzeuge oder die Technik liefern, die ich brauche um unser Netz zu modernisieren.
00:17:39: Dann muss ich einen Weg finden wie ich das finanziell möglich
00:17:42: mache.".
00:17:43: Wofür steht jetzt diese Drei-Sicht-Dreit-Siech-Zehn-Regelung?
00:17:51: steht eben anfangs dreißig Prozent des Preises auszahlen, dann zu bestimmten Meilenstein nochmal dreizig Prozent bei der Lieferung noch mal dreizig und dann beim Abschluss beider Abnahme die letzten zehn.
00:18:05: Und dann hätte ich die hundert Prozent für das Projekt finanziert.
00:18:08: Wir haben jetzt über Innovationen- und Rahmenbedingungen gesprochen.
00:18:12: Die Bahnindustrie ist ja aber längst global vernetzt.
00:18:15: Deswegen auch die Frage, wie kann man in die Baalindustrie global wettbewerbsfähig absichern?
00:18:21: Also die Bananistrie in Deutschland stellt sich gern
00:18:25: dem fairen Wettbewerk.
00:18:27: Da entstehen nämlich die
00:18:28: besten Produkte
00:18:29: und was wir aber feststellen ist das Die Märkte sich für uns verschließen.
00:18:35: Wir haben nur noch Zugang zu der Weltmarkt-Prozent.
00:18:41: Das sind drei Prozent weniger als vorher und damit auch drei Milliarden Euro Umsatz, der uns verloren geht.
00:18:48: Gleichzeitig ist die Europäische Union offen für alle.
00:18:51: Auch die, die unseren Regeln sozusagen nicht entsprechen.
00:18:56: Und da müssen wir dafür sorgen... wie der faire und gleiche Spielregeln überall gelten.
00:19:04: Und wir auf dem gleichen Niveau gegeneinander konkurrieren.
00:19:09: Wie kann man das denn ändern?
00:19:11: Also, wie geht ihr da mit solchen Problemen um?
00:19:14: Die Europäische Union ist für Handelsthemen zuständig und wir wollen natürlich auch einen europäischen einheitlichen Wirtschaftsraum erhalten.
00:19:22: Also die Europäischen Union ist ein großes Pfund, ist ein großer Markt und damit haben wir auch einen großen Fußabtritt in der Welt.
00:19:31: aber die Europäischen Union sollte bereits begonnenen Gespräche fortführen.
00:19:42: Länder, die keine Handelsabkommen geschlossen haben über die Welthandelsorganisation und auch keine bilateralen Abkommen mit der Europäischen Union geschlossen habe.
00:19:52: Dass sie dann entweder sich durch andere Verträge zukünftig an unsere Spielregeln halten oder wir bestimmte Anreize setzen um Fernwettbewerb zu ermöglichen.
00:20:07: Gleichzeitig kann sollte die Europäische Union diese Handelsabkommen, die es ja jetzt auch mit Südamerika geschlossen hat weiter ausbauen also weiter Handelsverträge mit potentiellen Partnern knüpfen.
00:20:22: Welche weiteren Faktoren sind denn entscheidend für internationale Wettbewebsfähigkeit?
00:20:28: Wir müssen in Europa
00:20:30: Regeln
00:20:30: schaffen, die unsere Industrie lebendig
00:20:33: halten.
00:20:34: wir Wir stehen als Industrie selber für eine Erhaltigkeit, wir stehen selber für ein sehr hohes Sicherheitsniveau in der Eisenbahnindustrie und damit finden mir die Ziele der Europäischen Union.
00:20:47: auch richtig, dass wir nachhaltiger werden wollen.
00:20:50: Dass wir cyber-sichere Produkte anbieten wollen.
00:20:53: nur die Umsetzung ist häufig so herausfordernd für mittelständische Unternehmen vor allem und die Bahnindustrie besteht zu siebzig Prozent aus mitteländischer Industrie das wir besser schauen müssen wie wir denn mit diesen Regeln wirtschaftliche Anreize setzen und eine moderne Industrie in Europa erhalten oder sogar
00:21:15: noch weiterentwickeln
00:21:17: als pauschal Regeln an in unserer Branche anzuwenden, die beispielsweise für für Entverbraucherprodukte eingeführt wurden.
00:21:29: Also der Cyber Resilience Act ist richtig, wir wollen selber sichere Produkte.
00:21:35: Die Regelung ist erschaffen worden, sagen wir mal für Handys die der Endkunde benutzt aber im Bahnbereich haben wir gar keinen Endkundenbezug.
00:21:44: Wir verkaufen hier kein Bürger-Einzug sondern Institutionen und das nennt man dann sogenannte BtoB
00:21:51: Geschäfte
00:21:53: Und die sind komplex und haben ihre eigenen Strukturen.
00:21:57: Es wäre notwendig, diese Regeln dann auch auf besondere Strukture anzupassen weil wir den Anforderungen, die uns gestellt werden eher unsere Industrie behindern als sie zu fördern.
00:22:13: Ich sehe schon, es gibt also wirklich noch einige Rahmenbedingungen an denen man ein bisschen schrauben darf.
00:22:18: Wenn wir dann in zehn Jahren auf die Branche blicken was würdest du denn sagen wäre ein richtiger Erfolg für die Brusche?
00:22:23: Ein
00:22:24: Erfolg wäre wenn wir wirklich die deutsche Infrastruktur modernisiert hätten mit
00:22:30: neuer Technik
00:22:32: und auch weiter ausgebaut
00:22:35: um die wirklich hohe Nachfrage auch bedienen zu können.
00:22:40: Weil wir
00:22:40: freuen uns ja, dass die Leute Bahn fahren wollen und wir wollen ihnen natürlich ein qualitativ hochwertiges
00:22:45: Angebot machen.
00:22:47: Und wenn ich noch einen Wunsch hätte wäre es, dass wir weiter oder wieder eine größeren Weltmarkt bedienen dürfen und das die Märkte, die uns offen stehen nicht weniger werden sondern eben wieder wachsen.
00:23:03: Dann hoffen wir mal, dass sie wünschen in der Füllung geht!
00:23:06: Ja, ich hoffe es auch.
00:23:08: Was will das denn konkret bedeuten für die Bürgerinnen
00:23:11: und Bürger auch?
00:23:13: Für die Bürgerin und Bürger bedeutet, dass tolle neue Züge, die eine Alternative angetrieben sind.
00:23:20: Und selbst auf dem Land eben mit Wasserstoff oder Batterietechnik fahren – alle großen Hersteller bieten diese schon an!
00:23:30: schneller einen Zug mit einem alternativen Antrieb ausstatten, als das gesamte Netz Deutschlands elektrifizieren.
00:23:37: Wir haben nur sechzig Prozent des Netzes elektrifiziert und neunzig Prozent aller verkehre Fahne elektrisch weil die meisten eben auf den Highways fahren wo elektrifisiert ist.
00:23:50: um aber weiter die Emissionen zu senken brauchen wir die alternativ angetriebenen Fahrzeuge Und die sind dann nicht nur sauberer Die sind auch leiser.
00:23:59: Das heißt Ich habe einen höheren Komfort, wenn ich damit fahre und der Kunde viel mehr
00:24:04: Spaß auf seinem täglichen Weg
00:24:06: zur Arbeit.
00:24:07: Was für ein tolles Schlusswort!
00:24:09: Vielen Dank Sarah Stark.
00:24:11: wir haben auf jeden Fall gelernt dass die deutsche Bahnindustrie eine wirkliche Zukunftsbranche ist deren Technologien wirklich weltweit gefragt sind.
00:24:19: Vieles, was international erfolgreich eingesetzt wird ist made in Germany durfte ich lernen.
00:24:23: Gleichzeitig bedeutet das wir an den Rahmenbedingungen noch ein bisschen etwas verbessern dürfen damit Innovation nicht nur hier entwickelt sondern auch hierzulande umgesetzt werden kann.
00:24:34: und letztlich geht es ja auf.
00:24:35: was uns alle betrifft sage ich mal und zwar die Frage wie wir uns in Zukunft bewegen wollen.
00:24:40: wenn euch die Folge gefallen hat abonniert sehr gerne dem Podcast empfiehlt ihn weiter und danke fürs zuhören.
00:24:46: Ich danke auch fürs Zuhören und dir Janett für das Gespräch.
00:24:49: Danke
00:25:06: schön!